Wussten Sie schon, dass

• die älteste versteinerte Honigbiene 25 Mio. Jahre alt ist?

• 10 Bienen 1 Gramm wiegen?

• das Facettenauge einer Arbeitsbiene aus 5000 Einzelaugen besteht?

• eine Königin zeitweilig bis zu 2000 Eier pro Tag legen kann?

• aus befruchteten Eiern weibliche Bienen, aus unbefruchteten Drohnen entstehen?

• eine Bienenlarve innerhalb von 6 Tagen ihr Ausgangsgewicht auf das 500-fache vermehrt?
   Danach müsste ein Baby in 6 Tagen 32 Zentner zunehmen

• eine Biene – wenn sie könnte – für 500 g Honig bis zu 3 mal um die Erde fliegen müsste?

• Gummibärchen fein mit Bienenwachs überzogen werden?

Wenn die Bienen schwärmen

Mit den ersten warmen Tagen im Frühjahr beginnt in unseren Gärten und auf Wiesen ein besonderes Schauspiel der Natur: die Schwarmzeit der Honigbienen. Zwischen April und Juni kommt es in vielen Bienenvölkern zur sogenannten natürlichen Volksteilung – ein beeindruckendes Ereignis, das zugleich Herausforderung und Wunder darstellt.

IN KÜRZE, WAS IST ZU TUN

  • Nicht in Panik geraten – die Bienen sind in der Regel friedlicH
  • Abstand halten und nicht versuchen, den Schwarm zu vertreiben
  • Imker in der Nachbarschaft oder örtlichen Imkerverein kontaktieren
  • Für Cuxhaven rufen sie an/oder schreiben eine Nachricht an:
    Martin Kliebe 0151 155 46 045
    geben sie den Standort an (z. B. Baum, Hauswand) und beschreiben diesen möglichst genau

 Bienenvolk in Aufbruchsstimmung

Wenn ein Bienenvolk im Frühjahr stark wächst und Platzmangel droht, bereitet es sich auf die Teilung vor. Die Bienen legen sogenannte Weiselzellen an, in denen neue Königinnen heranwachsen. Noch bevor diese schlüpfen, verlässt die alte Königin gemeinsam mit rund der Hälfte der Arbeiterinnen den Stock – ein Schwarm entsteht.

Die Bienentraube – kein Grund zur Panik

Häufig sieht man in dieser Zeit dunkle Bienentrauben an Bäumen, Zäunen oder Hauswänden hängen. Diese Ansammlung ist der Schwarm auf der Suche nach einem neuen Zuhause. In der Regel verharren die Bienen dort nur wenige Stunden, während Spurbienen geeignete Nistplätze erkunden.

Die Bienen sind in dieser Phase nicht aggressiv. Vor Verlassen des Bienenstocks haben die Bienen sich mit Honig vollgesogen um Proviant mitzunehmen und sind daher friedlich – wer Abstand hält, braucht keine Angst zu haben.

Naturphänomen und imkerliche Herausforderung

Während das Schwärmen für die Bienen lebenswichtig ist, stellt es für Imker eine Herausforderung dar. Denn ein Schwarm bedeutet auch: weniger Honig, weniger Arbeitsbienen und potenzieller Verlust eines wertvollen Volks. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass lediglich 10,6 Prozent der aus Schwärmen hervorgegangenen wilden Kolonien überleben und die geschätzte Lebensdauer 0,6 Jahre beträgt. [1]

Um dem vorzubeugen, kontrollieren viele Imker ihre Völker regelmäßig und führen gezielte Maßnahmen durch – etwa durch das Bilden von Ablegern, also künstlich erstellte Jungvölker.

Wer einen Bienenschwarm entdeckt, sollte ihn nicht vertreiben. Stattdessen empfiehlt es sich, einen örtlichen Imker zu verständigen – viele Schwärme können so eingefangen und in neue Bienenstöcke integriert werden.